Bedingungslose Digitale Grundversorgung

Willkommen!

 

 „Der beste Weg,
die Zukunft vorherzusagen,
ist sie zu gestalten!“
Willy Brandt

Was wir tun

Die Digitalen Engel wollen eine soziale Bewegung ins Leben rufen, die sich ähnlich wie die Tafeln um Menschen kümmert, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und Hilfe benötigen. Nur geht es uns nicht um Lebensmittel, sondern - wie unser Name schon sagt - um „Digitales“. Um gespendete digitale Endgeräte, Zubehör, erschwinglichen Zugang und - ganz wichtig - digitales Know-how! Um die souveräne, digitale und gesellschaftliche Teilhabe! Die ist für viele arme Menschen - noch - unerreichbar!
 
Die digitalen Defizite und Wissenslücken in Deutschland insgesamt sind gewaltig. nicht nur bei den benachteiligten und armen Menschen. Große Teile der Bevölkerung fühlen sich durch die Digitalisierung bereits abgehängt oder ihr „ausgeliefert“. Viele haben Angst vor der Zukunft. Und dabei nimmt das Tempo der digitalen Revolution jetzt gerade erst richtig Fahrt auf. Hier gibt es richtig viel zu tun.

Die ZukunftsCafés

Die ZukunftsCafés sind unser wichtigstes Projekt: Hier sind wirklich alle willkommen! Wir verschenken und verleihen PCs, es gibt kostenlose Internet-Arbeitsplätze, freies WLAN, Geräte zum Ausprobieren u.a.m. Wir teilen unser gesamtes digitales Know-how und leisten „Erste Hilfe“ bei technischen Pannen. Außerdem gibt's laufend die aktuellsten digitalen Trends, Tools und Gadgets, viel Spaß mit netten und neugierigen Menschen und natürlich kostenlosen Kaffee bis zum Abwinken.

 „Es gibt noch zu viele Menschen
denen die finanziellen Mittel fehlen,
sich einen PC oder ein Tablet zu kaufen!“
Sören Bartol, SPD-Fraktion

Die ZukunftsCafés sollen in allen größeren Gemeinden und Stadtteilen eröffnen, wo auch Organisationen wie z.B. die Tafeln Menschen dabei helfen, finanziell über die Runden zu kommen. Die ZukunftsCafés stehen prinzipiell allen Menschen offen, sie sind kosten- und barrierefrei.


Wir suchen Kooperationen und Synergien für ein bundesweites Netzwerk, und ermutigen Nachahmer überall im Land. Alle Menschen und Unternehmen, die unsere digitale Zukunft solidarisch gestalten wollen, sind herzlich eingeladen!

 

 „Gute Politik beginnt mit dem
Betrachten der Wirklichkeit!“
Franziska Giffey, SPD 
Familienministerin

Warum machen wir das?

Weil finanziell benachteiligte, abgehängte und schutzbedürftige Menschen von der Politik [bisher] auf diesem Gebiet wenig zu erwarten haben. 700.000 obdach- und wohnungslose Menschen, über 13 Millionen Menschen an oder unterhalb der Armutsgrenze, davon 2,5 Mio. in „absolut ärmlichen“ Verhältnissen, fast drei Millionen arme Kinder, immer mehr Rentner bei den Tafeln. Das sind für uns Gründe genug! 

 

 „Der Zugang zum Internet
ist genauso wichtig wie der
zu Wasser und Nahrung!“
Peter Altmaier, CDU
Wirtschaftsminister

 

Denn gerade für arme Menschen ist der Zugang zum Internet inzwischen so wichtig wie der zu Wasser und Nahrung. Wie sonst sollten z.B. Wohnungs- oder Jobsuche heutzutage noch möglich sein? Oder Informationsbeschaffung, Politik, Kultur, soziale Kontakte...?

Doch die Gesamtkosten für das „Lebensmittel Internet“ sind für Menschen mit Armutserfahrung, die nur mit Not über den Monat kommen, meist uner­schwing­lich. Die Coronakrise setzt nun noch einen obendrauf. 

 

„Kinderarmut in einem reichen Land wie Deutschland ist eine Schande!“
Angela Merkel

Digitale Aufklärung

Ein weiteres großes Problem, das die gesamte Bevölkerung betrifft: 48 Mio. Menschen verstehen die digitalen Dienste nicht mehr. 30 Prozent wollen mit „dieser Digitalisierung“ überhaupt nichts zu tun haben. Und 90 Prozent der Menschen fühlen sich der Digitalisierung „ausgeliefert“. Und zu allem Übel: 30 Prozent der Deutschen sind Anhänger von unterschiedlich bizarren Verschwörungs­erzählungen, deren Verbreitung fast ausschließlich im Internet stattfindet.

  

„Mehr als 48 Mio. Bürger
verstehen digitale Trends
und 
Dienste nicht mehr!“
Prof. Dr. Krings, CDU
Innenministerium

 

In unseren Schulen sieht es ebenfalls traurig aus. Beim PISA-Schulvergleich liegen unsere Lehrkräfte in Sachen digitale Skills weit abgeschlagen auf Platz 76 von 78, noch hinter Moldawien. Wie wir unter diesen Voraussetzungen jemals „Digitalweltmeister“ werden wollen, ist uns völlig schleierhaft.

Originalzitate hier, hier und hier.

Mit den ZukunftsCafés und verschiedenen Projekten für Digitale Nachbarschafts­hilfe wollen wir einen bescheidenen Beitrag leisten, diesen Zuständen ein Ende zu bereiten. Nebenbei reduzieren wir durch die Weiterverwendung von ungenutzten, aber noch brauchbaren digitalen Geräten den Berg an Elektromüll.

Digitale Nachbarschaftshilfe

Cyberangriffe, Online-Abzocke, Deep Fakes, Datenkraken und schamlose Manipulation - die schöne neue Welt erfordert unsere ganze Aufmerksam­keit. Doch immer mehr Menschen sind verunsichert im Umgang mit den neuen Technologien. Und das Tempo zieht an.

 

Es gibt also viele gute Gründe, ein ZukunftsCafé zu besuchen. Hier hat niemand Angst vor Buzzwords wie Deep Fakes, Augmented & Virtual Reality, Quanten-Computing, Big Data, 5G, Blockchain, Künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Gaia-X, eID & ePerso, Ransomware, Staatstrojaner oder Internet der Dinge! Das klingt alles viel wichtiger als es ist.

 

 „Wir wollen die sein,
die Lust auf Zukunft machen!“
Jens Spahn, CDU
Gesundheitsminister

In den ZukunftsCafés können sich alle ein Bild von der „Digitalisierung“ machen. Alles anfassen, ausprobieren, sich mit anderen darüber austauschen, ganz viele Fragen stellen und danach viel schlauer und gut gelaunt nach Hause gehen. Auch für „Digitale Pannenhilfe“ stehen wir zur Verfügung.

 

In Arbeit ist außerdem eine Online-Plattform wo alles Know-how übersichtlich gebündelt ist, eine App für digitale Nachbar­schaftshilfe, eine Hotline für Fernwartung u.a.m. Selbstverständlich alles kostenlos!

 

Die ZukunftsCafés haben aber Priorität. Mit drei Pilotprojekten fangen wir an: Im Rhein-Main-Gebiet (wird auch unser „Hauptquartier“), im Wetteraukreis und im Odenwaldkreis.

Der Digitalpakt Teilhabe

Wir sind gefühlt zwar schon mittendrin, aber die digitale Revolution startet jetzt gerade erst. Doch es zieht sich bereits heute ein tiefer digitaler und auch sozialer Graben durch die Gesellschaft. Die Politik ist offensichtlich heillos überfordert.

 

Wir möchten gerne helfen. Wir haben deswegen auf Bitten des Wirtschafts­ministers die notleidendsten Projekte aufgeschrieben, die jetzt gemacht werden müssen. Aufgeschrieben haben wir sie im „Digitalpakt Teilhabe“. 

 

„Das Tempo der Digitalisierung
überfordert auch die Politiker!“
Robert Habeck
Bündnis 90/Die Grünen

Mit dem Digitalpakt Teilhabe soll zunächst sichergestellt werden... 

  • dass insbesondere finanziell benach­teiligte, behinderte, pflegebedürftige und wohnungslose Menschen nicht von der Entwicklung abgehängt und für immer von der Gesellschaft ausgeschlossen werden
  • dass die gesamte Bevölkerung auf Augenhöhe und im selbstgewählten Tempo digital aufgeklärt, unterstützt und begleitet wird, bevor die Veränderungen zu weiterer Verunsicherung und Verweigerung führen 

Dazu braucht es nur ein paar ganz simple Maßnahmen, die schnell umsetzbar sind. Sie müssen aber auch wirklich jetzt umgesetzt werden, und nicht erst nach der nächsten oder gar übernächsten Legislaturperiode! Und ja, die Maßnahmen kosten Geld. Aber das scheint im Moment das geringste Problem...

 „Wichtig in solchen Zeiten sind Konjunkturpakete für die Zukunft. Deswegen investieren
wir jetzt 50 Milliarden Euro!“

Dorothee Bär, CSU
Digitalstaatsministerin

Vielmehr ist die Entscheidung endlich zu handeln in unseren Augen lediglich eine Frage des politischen Willens. Die erforderlichen Investitionen für den Digitalpakt Teilhabe zum Beispiel bewegen sich noch nicht mal im Promillebereich der momentan mobilisierbaren  Geldmittel. Ein ehemals prominenter Bankdirektor würde von „Peanuts“ sprechen.

  

„Die Bildungsungerechtigkeit
ist die größte soziale Ungerechtigkeit
aller Ungerechtigkeiten!“
Michel Friedman, Autor

Bedingungslose Digitale Grundversorgung

Wir fassen zusammen: In unserer Petition für eine „Bedingungslose Digitale Grundversorgung“ fordern wir von der Bundesregierung in den kommenden Monaten nichts weniger als die Garantie, dass kein Mensch in Deutschland unfreiwillig von der digitalen - und damit auch gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen - Teilhabe abgehängt wird.

 

Insbesondere geht es um die Menschen, deren Alltag bereits von finanzieller Not, Krankheit oder Einsamkeit geprägt ist. Aber eben nicht nur um jene. Die Zeit zum Handeln ist jetzt!

Wer soll das bezahlen?

Die erforderlichen Investitionen von rund 550 Mio. Euro können über drei Jahre verteilt werden. Da es sich weitestgehend um (Erwachsenen-) Weiterbildung handelt, könnte die Finanzierung z.B. durch eine vierte Zusatz­verein­barung  zum Digitalpakt Schule erfolgen.

 

Oder als Teil des „Konjunkturpakets Digitalisierung“, durch ein weiteres Corona-Rettungsprogramm (gerne mit Wumms oder der Bazooka), oder über den „EU-Wiederaufbaufond“. Mit etwas Glück hat vielleicht Digitalminister Scheuer noch Mittel im Haushalt zur Verfügung...

Im beginnenden Wahlkampf werden sich die Kandidaten wie gewohnt mit Digital-Buzzword-Bingo zu profilieren versuchen. Doch man sollte sie an ihren Taten messen. Wir möchten beispielsweise an die Vorhaben aus der Digitalen Agenda von 2014 erinnern. Oder daran, dass im aktuellen Koalitionsvertrag über 100 mal die Rede von Digitalisierung ist (und nur 3 mal von Armut). Oder an den Zustand unserer Breitband- und Mobilfunk-Infrastruktur. Und daran, wieviel Geld innerhalb der letzten zwei Jahre von den 7 Milliarden Euro für den Digitalpakt Schule abgeflossen sind. 

 

„Die Zwanziger Jahre können gute
Jahre werden!“ 
Angela Merkel
Bundeskanzlerin

Das können sie! Sie können auch versöhnliche und Jahre des Aufbruchs werden. Auf jeden Fall werden sie spannend: Bundestagspräsident Schäuble hat uns in einem lesenswerten Interview geraten, wir sollten den Schock der Pandemie nutzen. Corona und der Klima­wandel lehrten uns, „ein bisschen langsamer“ zu machen.

Und wir sollten endlich die „menschenunwürdige Ausbeutung der ohnehin Schwachen“ beenden. Außerdem sei das Bruttoinlandsprodukt „nicht mehr der einzige Gradmesser für das Wohlbefinden einer Gesellschaft“. Das klingt wie Musik in unseren Ohren, aber wir könnten uns täuschen. Aber in diesem Interview finden sich noch weitere bemerkenswerte Aussagen.

 

„Es wird nicht so
weitergehen können,
wie es vor Corona war!“
Wolfgang Schäuble, CDU

Zukunft wird von uns allen gemacht

Werden wir also in den kommen Monaten und Jahren mit den großen Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Globalisierung, der Digitalisierung und mit der sozialen Frage genau so weitsichtig und entschlossen verfahren wie mit den Folgen der Pandemie? Wird man sich jemals wieder hinter dem Argument fehlender finanzieller Ressourcen verstecken können? Die meisten Menschen würden das zur Zeit für wenig glaubwür­dig halten.

 

„Zur Lebensqualität in Deutschland zählt für mich auch, dass wir die nicht vergessen,
die unsere Hilfe brauchen!“
Jogi Löw, Bundestrainer

Wann, wenn nicht jetzt?

Und schließlich: Wir alle sind es, die die Zukunft gestalten. Jeder von uns kann (s)einen kleinen Teil dazu beitragen, dass sie besser wird, als all die Krisen momentan vermuten lassen. Die Technologie darf nicht zum Selbstzweck werden, aber sie kann uns bei der Lösung der gewaltigen Probleme große Dienste leisten. Mut, Zuversicht und ein wenig Experimen­tierfreude würden könnten dabei nicht schaden. Wir haben doch schon so vieles geschafft...

 

 

 

„Die Digitalisierung hat
dem Menschen zu dienen
und nicht umgekehrt!“
Angela Merkel



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Unsere Seniorinnen und Senioren
brauchen Hilfe. Jetzt!

Wir wollen möglichst viele Tablets an Senioren-, Pflege- und Behinderten­einrichtungen spenden, um den Menschen dort  eine kleine Freude zu bereiten. Denn ältere Menschen können neben der Videotelefonie mit Angehörigen auch mit vielen anderen Anwendungen großen Spaß haben.

 

Die Vernachlässigung unserer älteren und pflegebedürftigen MitbürgerInnen hat schon in der ersten Welle der Corona-Epidemie erschreckende und traurige Konsequenzen gehabt. Durch die Kontaktbeschränkungen verloren viele ihren Lebenswillen oder wurden depressiv. Dies wäre vermeidbar gewesen.

 
Die Sommermonate wurden nicht genutzt, um diese Menschen vor einer zweiten Welle besser zu schützen und vorzubereiten. Es darf jetzt nicht erneut zu einer „Epidemie der Einsamkeit“ kommen. Laptops oder Tablets in den Einrichtungen können die Not und die Einsamkeit ein wenig lindern.

 

Doch in den meisten Alters-, Pflege- und Behinderten­einrichtungen sind nach wie vor weder Tablets noch WLAN vorhanden. Das wollen wir ändern:

Übernehmen Sie bitte eine Patenschaft für ein Tablet!

 

„Ein Leben ohne Internet ist möglich, aber sinnlos!“

Victor von Bülow aka Loriot *

* Loriot meinte Möpse, nicht Internet. Uns gefällt beides.