Corona • Klimawandel • Inflation • Armut

Alle reden von der Zukunft...

 

 

„Ich will die Welt 

ein Stück besser machen!“

Olaf Scholz, SPD

Bundeskanzler

 

Eine Digitale Gesellschaft und Armut - das passt nicht gut zusammen. Schon gar nicht in einem der reichsten Länder der Welt. Viele Menschen, die beim kommenden Wandel zur digitalen und klimagerechten Gesellschaft finanziell nicht mehr mithalten können, befürchten zu Recht, auf der Strecke zu bleiben. 

 

6,2 Milliarden Euro, um auch ärmere Menschen in die digitale Zukunft mitzunehmen.

 

„Eines der größten Probleme

in unserem Land ist die

unsichtbare Armut!“

Annalena Baerbock, Aussenministerin

 B90/Die Grünen

 

Bei sehr vielen Menschen fehlt nicht nur das erforderliche Geld für Geräte, Internet-Anschluss, Zubehör und Reparaturen, es fehlt auch digitales Know-how. Es fehlt das Bewusstsein für die Risiken im digitalen Alltag, Datenschutz,  Medienkompetenz und einiges mehr. Das betrifft allerdings nicht nur finanziell bedürftige Menschen, sondern zieht sich quer durch die gesamte Bevölkerung.

 

 

Arm gegen Arm:

 

Dabei hält die Zivilgesellschaft Ideen bereit, wie die fortschreitende soziale und digitale Spaltung aufgehalten werden kann. Die Diakonie Deutschland z.B. beschreibt dies ausführlich in ihrem Bundesprogramm „Digitale Beteiligung“. Nötig sind 6,2 Milliarden Euro, um armen Menschen in Deutschland zukünftig auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Jobsuche, Wohnungssuche, Behördengänge - vieles ist auch für bedürftige Menschen wie z.B. die 700.000 obdach- und wohnungslosen Menschen bald nur noch online möglich.

 

Auch die Stiftung Digitale Chancen, oder die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenverbände (BAGSO) und weitere Organisationen stehen in den Startlöchern, um die Menschen fit für die digitale Zukunft zu machen. Allein der politische Wille fehlt! 

Eine Pandemie, die kein Ende findet Klimawandel, steigende Preise... das sind nur einige der Herausforderungen, die bei den Menschen zu Zukunftsängsten führen. Viele befürchten, dass die Kosten für den Klimaschutz die benachteiligten Menschen besonders hart treffen wird.

 

Besorgt schauen viele auch auf die rasante Digitalisierung, die permanente Beschleunigung, immer perfidere Cyber-Angriffe auf Infrastrukturen, Unternehmen, Kliniken und Privatnutzer, drohende Cyberkriege und ahnungslose Politiker.

 

Gleichzeitig eine wachsende Abhängigkeit von digitalen Plattformen und  Dienstleistungen, da vieles fast nur noch online möglich ist. Die Durchdringung unseres Alltags mit „künstlicher Intelligenz“ und „smarten“ Anwendungen, viele Milliarden vernetzter Sensoren, die alles andere als sicher sind. All das überfordert inzwischen auch technikaffine Menschen.

 

 

„In den vergangenen Jahren 

ist viel versprochen worden, 

aber nur wenig gehalten!“

Olaf Scholz, SPD

Bundeskanzler

Digitalkompetenz, Cyber-Resilienz, Sicherheit..

Experten befürchten, dass auch im Hinblick auf bevorstehende Cyber-Attacken wie immer gehandelt wird, nämlich wie z.B. bei den verheerenden Zerstörungen durch die Wassermassen: zu spät! 

 

Vorausschauende Sicherheitsmaßnahmen und digitale Aufklärung beim Personal hätten zum Beispiel im Falle des Cyber-Angriffs auf die Uniklinik Düsseldorf Leben retten können. So aber waren und sind nicht nur ”normale“ Nutzer, auch Unternehmen, Behörden und Privatnutzer den Gefahren im digitalen Raum fast schutzlos ausgeliefert.

  

 

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Die Grafik zeigt die Summe der Vermögensschäden, die deutschen Unternehmen im letzten Jahr bei Cyberangriffen entstanden sind: 223 Milliarden Euro! Vor zwei Jahren war es „nur“ die Hälfte. Zum Vergleich: Unser Bundeshaushalt für 2021 beträgt 362 Milliarden Euro.

 

Die Angreifer sind nur deswegen erfolgreich, weil die wenigsten Nutzer über ausreichende Digitalkompetenzen verfügen. Angriffe auf Rechner im Homeoffice verursachten 2020 über 50 Milliarden Euro, da die Mitarbeiter zu Hause in der Regel noch ungeschützter sind als im Unternehmen.

 

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IT-Experten schätzen, dass sich diese Summen sehr bald verdoppeln werden. Bereits in zwei Jahren könnte mehr als der gesamte Bundeshaushalt (ca. 400 Mrd. Euro) dran glauben. Warum diese unfassbaren Zahlen in den Nachrichten kaum auftauchen? Wir wissen es nicht. Vielleicht, weil es „die Bürger verunsichern könnte...?“

 

 

 Inzwischen sagen 90 Prozent der Deutschen, sie fühlen sich der  Digitalisierung ausgeliefert, 48 Millionen verstehen die digitalen Trends nicht mehr, über 30 Prozent wollen mit der Digitalisierung gar nichts (mehr) zu tun haben, und 91 Prozent der deutschen Führungskräfte sprechen der Politik die erforderlichen Digitalkompetenzen ab.

 

 

„Wir sind auf den 

Zusammenbruch der Cybersysteme 

nicht vorbereitet!“

Ralph Brinkhaus, CDU

„Die nächste Pandemie ist digital!“

 

Dabei brauchen wir dringend eine digital aufgeklärte, gegen digitale Gefahren gewappnete Gesellschaft. Die Förderung von Cyber-Resilienz muss in Unternehmen, in Schulen, Unis, Medien und überall im Alltag genauso zur Regel werden wie die Aufklärung über andere Gefahren, wie z.B. Corona.

 

Seit Jahren fordern Verbände und Experten staatliche Maßnahmen für permanente und breit angelegte digitale Aufklärung. Vergebens. Vermutlich muss erst eine „richtige“ Cyber-Katastrophe oder ein „digitales Blackout“ geschehen, bis die Politik aufwacht. Die Vorboten jedenfalls sind nicht mehr zu übersehen.

 

 

„Wir müssen erkennen, dass der 

digitale Katastrophenfall zur 

Regelmäßigkeit, beinahe Normalität 

werden wird.“

Sascha Lobo, Internetberater

Wir haben eine naheliegende Lösung - zumindest für einen Teil dieser Probleme: Kostenlose, barrierefreie und leicht erreichbare digitale Lern-, Beratungs- und Service-Center in allen Stadtteilen, in allen Gemeinden, an jeder Ecke und in jeder Nachbarschaft.

Tausend ZukunftsCafés für die digitale Gesellschaft!

 

 

In den ZukunftsCafés werden zum Beispiel die aktuellen Gefahren und Risiken der Digitalisierung behandelt. IT-Sicherheit, Datenschutz, Datensicherung, die neuesten Tricks der Online-Betrüger, digitale Selbstverteidigung - dies steht ganz oben auf der Liste.

 

Wir zeigen auch die faszinierenden Möglichkeiten der digitalen Technologien. ZukunftsCafés sind barriere- und kostenfrei, in jeder größeren Gemeinde zu normalen Öffnungszeiten erreichbar. Sie stehen allen Menschen offen, unabhängig von Einkommen, Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft. Hier gibt es gespendete digitale Endgeräte, die an finanziell benachteiligte Menschen abgegeben werden.

 

 

 

VR- oder 3D-Brillen, ID-Wallets, ePerso, Bezahl-Apps, Smart-Home, Tele-Medizin, 3D-Druck, Kryptowährungen.. alles kann hier ausprobiert, gelernt, getestet werden. Keine Frage bleibt unbeantwortet, schnelle, unbürokratische Hilfe bei technischen Problemen ist selbstverständlich. Und natürlich gibt es weiteres und massenhaft digitales Know-how und SmallTalk. Und, ganz wichtig: kostenlosen Kaffee bis zum Abwinken!...

 

 

Wir dürfen bei der Digitalisierung 

niemanden zurücklassen!

Angela Merkel

 

 

Wir bieten alles auf, um in Zeiten des digitalen Umbruchs niemanden zurückzulassen. Wir orientieren uns dabei auch am Konzept der Tafeln, die es bis heute ohne staatliche Hilfe schaffen, mit 60.000 freiwilligen Helfern in 2.000 Ausgabestellen fast 1,7 Millionen Menschen mit gespendeten Lebensmitteln zu versorgen.

 

 

Eine „Tafel“ für digitale Geräte und Zubehör

 

Denn Armut auf der einen und extremen Überfluss auf der anderen Seite gibt es bekanntlich ja auch bei elektronischen und digitalen Geräten. Dies nutzen wir, um durch Sammeln und Weitergeben von gespendeten Geräten auch bedürftigen Menschen die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft zu ermöglichen. Gleichzeitig reduzieren wir so Ausstoss von CO2 und den gigantischen Berg von Elektroschrott.

 

 

Die Zukunft ist digital UND nachhaltig

 

Auch in Sachen Nachhaltigkeit beim digitalen Wandel gibt es noch eine ganze Menge Aufklärungsbedarf. Auch dieses Thema kommt in den ZukunftsCafés nicht zu kurz: Wie mit digitalen Technologien Geld gespart und der Energieverbrauch gesenkt werden kann, wie intelligente Sensoren den Alltag erleichtern und vieles mehr... 

 

 

Eine „soziale Franchisekette“

 

ZukunftsCafés sollen also zunächst überall dort entstehen, wo Tafeln und andere karitative Organisationen den Menschen bereits dabei helfen, finanziell über die Runden zu kommen. Aber auch in allen anderen Nachbarschaften und Stadtteilen. Wir schätzen, dass es einen Bedarf von weit über 1.000 Standorten gibt. Das ist sicher ein ambitioniertes Ziel, aber auch die Tafeln haben schließlich mal klein angefangen...

 

Wir starten mit einem Pilotprojekt in Frankfurt und zwei weiteren Standorten in der Wetterau und im Odenwald. Und dann sollen es immer mehr werden. Wir freuen uns über alle Mitmacher, Nachahmer, Unterstützer, Sponsoren, Promis, Influencer, Freunde... Kurz: Über alle, die Lust auf Zukunft haben und sich eine gerechtere und sichere digitale Gesellschaft wünschen.*

 

„Jede Tafel ist ein Seismograph 

für die soziale Situation 

in der Gemeinde!“

Jochen Brühl

 Vorsitzender Tafel Deutschland e.V.

Die Zukunftsgesellschaft

  • Zwei Drittel der Deutschen blicken ängstlich auf die Zukunft.
  • Mangelndes Vertrauen in Staat und Institutionen sowie die Angst vor gesellschaftlicher Spaltung forcieren den Rückzug in private Nischen.
  • Es wächst aber auch die Bereitschaft, [...] für eine lebenswerte Zukunft tätig zu werden. 
  • Die Förderung sozialer Gerechtigkeit und der Gemeinwohlinteressen wurden am häufigsten genannt, wenn es um die wichtigsten Aufgaben für die Zukunft geht.

Quelle: Zukunftsstudie 2021 des Rheingold-Instituts

 

 

 

 

 

„Ihr sagt, ihr liebt eure
Kinder 
über alles. Und doch stehlt ihr vor ihren Augen ihre Zukunft!“

Greta Thunberg, Aktivistin

Weblinks


Die Menschen sind noch nicht bereit für die digitale Zukunft


Presseschau


„Egal ob Pandemien, Cyberangriffe, Überflutungen oder andere vorhersehbare Katastrophen: Alle wissen, dass unsere Systeme anfällig sind, aber kaum jemand will Geld für die Prävention ausgeben. Vorausschauende Planung ist unpopulär. Bis es wieder kracht!“ (SPIEGEL)

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* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir auch das generische Maskulinum. Damit sind im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich und immer alle Geschlechter gemeint.