Internetzugang, digitale Bildung & Teilhabe für alle!

Dann kann die digitale Zukunft kommen!

 

 „Der beste Weg,
die Zukunft vorherzusagen,
ist sie zu gestalten!“
Willy Brandt

Die Coronakrise markiert einen historischen Wendepunkt. Wir wissen, dass es so nicht weitergehen kann. Ungelöste und aufgeschobene Probleme, wohin man schaut, mangelnde Kompetenz und fehlender politischer Wille, statt dessen kleinliches Machtgerangel und schamlose Bereicherung zu Lasten der Gemeinschaft.

 

Die Digitalen Engel wollen das Momentum nutzen um eine neue soziale Bewegung ins Leben zu rufen, die sich nach Vorbild der Lebensmitteltafeln um all die Menschen kümmert, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Um die vielen, die sich bereits von der Gesellschaft abgehängt fühlen, die sich die digitale Teilhabe nicht oder kaum mehr leisten können. Und auch um die Vielzahl derer, die sich inzwischen im digitalen Alltag verloren fühlen und immer häufiger  Beratung und Hilfe in digitalen Angelegenheiten benötigen.

 

„Ich werde überall
nur verarscht!“

Richard David Precht

Philosoph

Sozial? Digital? Uns doch egal!

So muss man leider einen der aktuellen Wahlkampf-Slogans im Superwahljahr 2021 umdeuten: Große Teile der Bevölkerung sind bereits von der digitalen Welt abgehängt, 90 Prozent fühlen sich „der Digitalisierung ausgeliefert“ und viele haben Angst vor der Zukunft. Arme Familien, Kinder und Jugendliche bleiben auf der Strecke, alte und pflegebedürftige Menschen werden vernachlässigt, besonders in den Pflege- und Altersheimen, wo es so gut wie keine digitalen Infrastrukturen für die Bewohner gibt.

 

Der Regierung ist das alles bekannt, dennoch unternimmt sie praktisch nichts, um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen. Vielmehr leisten wir uns einen Verkehrs- und Digitalminister, der diesen Namen nicht verdient. Im aktuellen Koalitionsvertrag und in den bislang vorliegenden Wahlprogrammen für das Superwahljahr 2021 findet man auffällig oft das Wort „Digital“, aber Kinder- oder Altersarmut kommen so gut wie nicht vor.

 

Wir wollen mit unseren Projekten bedürftigen und verunsicherten  Menschen eine Brücke in die Zukunft bauen. Wir eröffnen in Gemeinden und Stadtteilen, wo die Lebensmittel-Tafeln, Kleiderkammern und andere karitative Vereine helfen müssen, kosten- und barrierefreie digitale Lernorte (Laschet: „Digitalschulen - analog zu Musikschulen“). Wir nennen sie „ZukunftsCafés“!

 

In den ZukunftsCafés findet man alles, was heute - und erst recht in Zukunft - benötigt wird, um in einer durch und durch digitalisierten Welt zu überleben: Kostenlose PCs, Tablets und Zubehör, technische „Erste Hilfe“, Unmengen an digitalem Know-how und kostenlosem Kaffee, und vor allem viel Spaß mit netten und neugierigen Menschen.

 

 „Gute Politik beginnt mit dem
Betrachten der Wirklichkeit!“
Franziska Giffey, SPD 
Familienministerin

Warum machen wir das?

Weil die Wirklichkeit leider auch so aussieht: 700.000 obdach- und wohnungslose Menschen, über 13 Millionen Menschen an der Armutsgrenze, davon 2,5 Mio. in „absolut ärmlichen Verhältnissen“, fast drei Millionen arme Kinder, immer mehr Rentner bei den Tafeln und steigende Altersarmut, Millionen pflegebedürftige Menschen, die keine digitale Infrastruktur bezahlen können! Das sind Gründe genug!

*Quellen am Seitenende

Wann, wenn nicht jetzt?

Wenn es einen idealen Zeitpunkt gibt, Armut und Ungerechtigkeit in unserem Land zurückzudrängen, dann ist er jetzt gekommen. Während die sozialen Verwerfungen und die digitalen Defizite in der Pandemie wie in einem Brennglas sichtbar werden, läuft die Gelddruck­maschine auf Hochtouren. Ein Konjunkturpaket nach dem anderen wird geschnürt, Konzerne werden gerettet, die Verschuldung steigt mit jedem Tag. Das ist richtig und wichtig. Aber Konjunktur- oder Rettungspakete für die Schwächsten? Fehlanzeige. Mehr als Almosen sind nicht drin. Das wird besonders auch darin sichtbar, wie unsere Alten in der Pflege behandelt werden.

 

„Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt!“

Gustav Heinemann, CDU, später SPD

Bundespräsident 1969-1974

 

Bundestagspräsident Schäuble sagte kürzlich, dass angesichts der Pandemie die Zeit gekommen sei, sich zu besinnen, ein bisschen langsamer zu machen, unseren Wohlstand nicht länger auf dem Rücken der Schwächsten auszutragen. Das sollte für eine christliche Partei selbstverständlich sein.

 

Der kommende Wahlkampf bietet eine gute Gelegenheit, die amtierende und die zukünftige Bundesregierung an die unerledigten Aufgaben zu erinnern, die bereits lange vor der Krise auf der Agenda standen.

 

Es gibt angesichts der gewaltigen Herausforderungen wohl keinen besseren Zeitpunkt,  in die Zukunft, und speziell in die digitale Bildung der Menschen zu investieren! Und das meint vor allem kostenlose digitale Bildung! Der zwischen Bund und Ländern ausgehandelte Digitalpakt Schule wäre eine gute Gelegenheit gewesen. Aber auch hier wurde mehr als deutlich, wo unser Land steht. 

 

„Zur Lebensqualität in Deutschland zählt für mich auch, dass wir die nicht vergessen, die unsere Hilfe brauchen!“
Jogi Löw, Bundestrainer

Die ZukunftsCafés

Die ZukunftsCafés sind unser wichtigstes Projekt: Hier sind alle willkommen! Wir reparieren, verschenken und verleihen PCs, Laptops und Tablets, es gibt kostenlose Internet-Arbeitsplätze, freies WLAN, digitale Geräte zum Anfassen und Ausprobieren.

Wir teilen unser gesamtes digitales Know-how, leisten „Erste Hilfe“ bei technischen Pannen, beraten, warnen, üben und lernen dabei selber ständig dazu. Außerdem gibt's die aktuellsten digitalen Trends, Tools und Gadgets, und natürlich kostenlosen Kaffee bis zum Abwinken.

 

 „Es gibt noch zu viele Menschen
denen die finanziellen Mittel fehlen,
sich einen PC oder ein Tablet zu kaufen!“
Sören Bartol, SPD

 

Auch für arme Menschen ist ein Zugang zum Internet inzwischen so wichtig wie der zu Wasser und Nahrung. Wie sonst sollten z.B. Wohnungs- oder Jobsuche heutzutage noch möglich sein? Oder Informationsbeschaffung, Politik, Kultur, soziale Kontakte...?

Doch die Gesamtkosten für das „Lebensmittel Internet“ sind für Menschen, die meist ohne finanzielle Reserven nur mit Not über den Monat kommen, meist uner­schwing­lich. Die Coronakrise setzt nun noch einen obendrauf.

 

 

 „Der Zugang zum Internet ist genauso wichtig wie der zu Wasser und Nahrung!“
Peter Altmaier, CDU
Wirtschaftsminister

Digitale Aufklärung

Ein weiteres Riesenproblem, das über die Hälfte der Bevölkerung betrifft: 48 Mio. Menschen verstehen die digitalen Dienste und Trends nicht mehr. 30 Prozent wollen mit „dieser Digitalisierung“ überhaupt nichts zu tun haben. Und 90 Prozent der Menschen fühlen sich der Digitalisierung „ausgeliefert“.

 

Als wäre das nicht schlimm genug, fallen rund 30 Prozent auf die bizarrsten Verschwörungs­erzählungen herein, deren Verbreitung fast ausschließlich über das Internet stattfindet. Das gefährdet inzwischen sogar stabile Demokratien, wie wir unlängst in den USA beobachten mussten.

 

Dazu kommen Cyberangriffe, Online-Abzocke, Deep Fakes, Datenkraken und schamlose Manipulation durch Internet-Giganten, denen auch die Politik kaum etwas entgegenzusetzen hat. Die schöne neue Welt erfordert unsere ganze Aufmerksam­keit. 

 

  

„Mehr als 48 Mio. Bürger
verstehen digitale Trends
und 
Dienste nicht mehr!“
Prof. Dr. Krings, CDU
Innenministerium

 

Es gibt also viele gute Gründe, ein ZukunftsCafé zu besuchen. Hier hat niemand Angst vor Technik und Buzzwords wie Augmented- oder Virtual Reality, Quanten-Computing, Big Data, 5G, Blockchain, Künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Gaia-X, eID & eGovernment, Ransomware, Staatstrojaner oder Internet der Dinge! Das klingt alles viel wichtiger als es ist...

 

ZukunftsCafés sollen in allen größeren Gemeinden und Stadtteilen eröffnen. Sie stehen allen Menschen offen, und sind kosten- und barrierefrei. Wir suchen Kooperationen und Synergien, um ein bundesweites Netzwerk zu errichten, und ermutigen Nachahmer überall im Land. Alle, die unsere digitale Zukunft gestalten wollen, sind herzlich eingeladen! Es gibt irre viel zu tun!

 

Digitale Bildung

In unseren Schulen sieht es nicht viel besser aus. Beim PISA-Schulvergleich  liegen unsere Lehrkräfte in Sachen digitale Skills weit abgeschlagen auf Platz 76 von 78, noch hinter Moldawien. Die Ausstattung mit digitalen Geräten zieht sich seit Jahren dahin, obwohl mit dem Digitalpakt Schule gealtige Summen bereitgestellt wurden. Wie wir unter diesen Voraus­setzungen jemals „Digitalweltmeister“ werden wollen, ist uns vollkommen schleierhaft.

 

Originalzitate hier, hier und hier.

Neben den ZukunftsCafés planen wir weitere Projekte für Digitale Nachbarschafts­hilfe, und wollen so einen Beitrag leisten, den ärgsten Notstand zu beheben. Und vielleicht ergattern wir ja sogar ein Ticket zum „digitalen WM-Trainingslager“. 

 

Der Digitalpakt Teilhabe

Die Politik ist mit den vielseitigen Herausforderungen überfordert. Wir haben deswegen auf Vorschlag des Wirtschafts­ministers die notleidendsten Projekte aufgeschrieben, die jetzt gemacht werden müssen, und wir meinen damit auch wirklich JETZT!

 

Aufgeschrie­ben haben wir sie im unserem Katalog „Digitalpakt Teilhabe“. Darin sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine „Bedingungslose Digitale Grundversorgung“ formuliert. Weit reichende Forderungen stellt auch die Diakonie Deutschland mit ihrem „Bundesprogramm für Digitale Beteiligung“.

 

 

„Das Tempo der Digitalisierung
überfordert auch die Politiker!“
Robert Habeck
Bündnis 90/Die Grünen

Mit vielen Tausend ehrenamtlichen Helfern, Unternehmen, Sponsoren und  Unterstützern können wir die größten Hindernisse auf dem Weg in eine gerechte digitale Gesellschaft beseitigen. Nur leider fehlt es noch am politischen Willen, die Zivilgesellschaft hierfür auszustatten. Obwohl Geldbeschaffung zur Zeit die niedrigste Hürde darstellen dürfte.

 

 „Wichtig in solchen Zeiten sind Konjunkturpakete für die Zukunft. Deswegen investieren
wir jetzt 50 Milliarden Euro!“

Dorothee Bär, CSU
Digitalstaatsministerin

Bedingungslose Digitale Grundversorgung

In unserer Petition für eine „Bedingungslose Digitale Grundversorgung“ fordern wir von der Bundesregierung die Zusage, dass kein Mensch in Deutschland unfreiwillig von der digitalen - und damit auch von der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen - Teilhabe abgehängt wird.

 

„Sozial. Digital. Klimaneutral.“ Der Wahlkampfslogan der SPD

 

Im kommenden und vermutlich digitalsten Wahlkampf aller Zeiten wird das Thema Digitalisierung zwangsläufig eine große Rolle spielen. Hier werden wir im Schulterschluss mit Initiativen, Verbänden und Akteuren die Wahlkämpfer*Innen  fortgesetzt  mit den Zuständen konfrontieren und gerecht verteilte Konjunktur- und Rettungspakte für die Schwächsten in unserer Gesellschaft fordern.

 

Auch hier muß ein Schwerpunkt der Maßnahmen bei den Risikogruppen liegen: Nämlich bei den Ärmsten unter den 4 Millionen Pflegebedürftigen und den rund 7 Millionen Menschen mit Behinderungen.

 

„Es bedarf es einer großen gesellschaftlichen Bewegung!“

Richard David Precht

Philosoph

Wer soll das bezahlen?

Die erforderlichen Investitionen für den Digitalpakt Teilhabe belaufen sich auf rund 550 Mio. Euro über drei Jahre. Der Forderungskatalog „Digitale Beteiligung“ der Diakonie Deutschland geht noch viel weiter und erfordert rund 6,2 Milliarden Euro auf vier Jahre verteilt. Da es sich in großen Teilen um (Erwachsenen-) Weiterbildung handelt, könnte die Finanzierung z.B. durch ein Zusatz­modul zum Digitalpakt Schule „Lebenslanges Lernen“ - erfolgen.

 

Auch als Bestandteil des „Konjunkturpakets Digitalisierung“, durch ein weiteres Corona-Rettungsprogramm (gerne mit Wumms oder der Bazooka), oder über den „EU-Wiederaufbaufond“ ist eine Finanzierung denkbar. Mit etwas Glück hat vielleicht Digitalminister Scheuer noch Mittel im Haushalt zur Verfügung...

 

Die Zukunft ist bereits da!

 

„Die Zwanziger Jahre können gute Jahre werden!“ 
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

 

Deutschland schläft offensichtlich noch immer einen tiefen Schlaf. Trotzdem könnten die Zwanziger Jahre gute Jahre, Jahre des Aufbruchs werden. Wir müssten nur endlich aufwachen! Auf jeden Fall werden sie spannend:

 

Bundestagspräsident Schäuble rät in einem lesenswerten Interview, wir sollten den Schock der Pandemie nutzen. Corona und der Klima­wandel lehrten uns, „ein bisschen langsamer“ zu machen. Wir sollten die „menschenunwürdige Ausbeutung der ohnehin Schwachen“ beenden, das Bruttoinlandsprodukt sei ohnehin nicht der „pfiffigste Indikator für das, was das Wohlbefinden einer Gesellschaft ausmacht“.  Ist das wieder nur Wahlkampfprosa? Oder ruft hier ein alter wei[s]ser Mann die Revolution aus, und keiner hört zu?

 

 

„Es wird nicht so
weitergehen können,
wie es vor Corona war!“
Wolfgang Schäuble, CDU
Bundestagspräsident

 

Wird die Politik ab sofort mit den großen Herausforderungen wie dem Klimawandel, dem demografischen Wandel, der Globalisierung und der Digitalisierung genau so zupackend verfahren wie mit den Folgen der Pandemie? Werden sich verantwortliche Politiker jemals wieder hinter der Ausrede fehlender finanzieller Ressourcen verstecken können, wenn es um das Wohl und die Zukunft des Planeten geht? Oder um die Schwächsten in unserer Gesellschaft? Wir denken nein!

 

Nicht die übermächtigen Digitalkonzerne mit ihren steuervermeidenden und disruptiven Geschäftsmodellen, wir als Gesellschaft sollten die Zukunft gestalten. Jeder von uns trägt (s)einen kleinen Teil dazu bei. Mehr Mut, Zuversicht und ein wenig Experimen­tierfreude von jedem Einzelnen könnten bei den kommenden Turbulenzen und Umbrüchen nicht schaden.

 

Technologie kann uns bei der Lösung der Probleme große Dienste leisten, sie darf aber nicht zum Selbstzweck werden. Dazu müssen wir die Technik verstehen und souverän benutzen. Warum sollte uns das nicht gelingen? Wir haben doch schon so vieles geschafft...

 

 

„Die Digitalisierung hat
dem Menschen zu dienen
und nicht umgekehrt!“
Angela Merkel


Unsere älteren Mitmenschen brauchen Hilfe. Jetzt!

Die Vernachlässigung unserer älteren und pflegebedürftigen MitbürgerInnen hat schon in der ersten Welle der Corona-Epidemie traurige Konsequenzen gehabt.

Durch die Kontaktbeschränkungen verloren viele ihren Lebenswillen oder wurden depressiv. Dies wäre vermeidbar gewesen. Das ist ein bitteres Armutszeugnis für unsere reiche Gesellschaft. Auch heute, nachdem viele die Impfung erfolgreich hinter sich gebracht haben, werden Einschränkungen und Vorsicht noch lange Zeit eine wichtige Rolle spielen.

 

Wir möchten diesen Menschen eine kleine Freude machen. Wir wollen Tablets zunächst in möglichst viele Senioren-, Pflege- und Behinderten­einrichtungen spenden. Außerdem für die vielen Menschen, die zu Hause gepflegt werden, aber mit sehr wenig Geld über die Runden kommen müssen. Mit Tablets können sie Videotelefonie mit Angehörigen, aber auch viele andere Anwendungen nutzen. Auch nach der Pandemie sollen die Geräte bei den Menschen verbleiben.

Tablets  können keine persönlichen Kontakte ersetzen, aber die Einsamkeit ein wenig lindern. Unsere Bitte: Übernehmen Sie eine Patenschaft für ein Tablet!

 

„Ein Leben ohne Internet ist möglich, aber sinnlos!“

Victor von Bülow aka Loriot *

* Loriot meinte Möpse, nicht Internet. Uns gefällt beides.


Weblinks


Armut in Deutschland

Forderungen zu digitaler Inklusion & Bildung


Ankündigungs-Weltmeister Deutschland

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