„Wir laden alle dazu ein, Ideen für eine lebenswerte Zukunft einzubringen!“

Dorothee Bär, CSU

Staatsministerin für Digitalisierung

Alle reden von der Zukunft...

Besonders vor wichtigen Wahlen wird das Wort „Zukunft“ gerne strapaziert. Nach den Wahlen ist meist nicht viel von den Versprechungen übrig. Erst wenn passiert ist, was von Experten vorausgesagt wurde,  versprechen die Verantwortlichen publikumswirksam Besserung, wie aktuell bei der unfassbaren Unwetterkatastrophe.

 

Pandemie, Klimawandel, Artensterben - das sind nur einige der großen Herausforderungen, die vielen Menschen Angst macht. Auch die Digitalisierung, die permanente Beschleunigung und immer dichtere Vernetzung, die Durchdringung unserer Lebenswelt mit Künstlicher Intelligenz, immer mehr „smarte“ Anwendungen mit Schwachstellen, immer perfidere Hackerangriffe auf  Behörden, Kliniken, Versorger, Unternehmen, Regierungen und Privatnutzer, drohende Cyberkriege - und kaum Ideen, wie wir aus diesem Schlamassel rauskommen. 

 

„In den vergangenen Jahren 

ist viel versprochen worden, 

aber nur wenig gehalten!“

Olaf Scholz, SPD

Kanzlerkandidat

Cyber-Resilienz? Nirgends.

Es ist zu befürchten, dass im Bereich der digitalen Katastrophen ähnlich gehandelt wird wie bei den Zerstörungen durch die Wassermassen: Nämlich zu spät! Die Politik reagiert erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Vorsorgender digitaler Katastrophenschutz hätte im Falle des Cyber-Angriffs auf die Uniklinik Düsseldorf vermutlich Leben retten können. Es scheint aber, als seien wir den Gefahren im Cyberraum schutzlos ausgeliefert.

 

90 Prozent der Deutschen sagen, sie fühlen sich der  Digitalisierung  ausgeliefert, 48 Millionen verstehen die digitalen Trends nicht mehr, über 30 Prozent wollen mit der Digitalisierung gar nichts (mehr) zu tun haben, und 91 Prozent! der deutschen Führungskräfte sprechen der Regierung erforderliche Digitalkompetenzen ab.

 

Dabei brauchen wir dringend und sofort eine digital aufgeklärte, gegen alle zweifellos kommenden Widrigkeiten gewappnete und immune Gesellschaft. Die Förderung von Digital- oder Cyber-Resilienz muss für alle Menschen, in Unternehmen, besonders in Schulen und im Alltag zum Normalzustand werden.

 

Seit Jahren rufen Verbände, Gewerkschaften und Experten nach einer staatlichen Offensive für digitale Aufklärung - vergebens. Vermutlich muss erst eine „richtige“ Cyber-Katastrophe über uns hereinbrechen, bis die Politik aufwacht. Die Vorboten sind längst da und eskalieren zusehends.

 

 

Digitale Teilhabe für alle? Fehlanzeige.

 Und dann ist da noch die wachsende digitale Spaltung. Eine Digitale Gesellschaft und Armut - das geht nicht zusammen. 

 

Vor allem Menschen, die sich die Teilhabe an der digitalen Welt finanziell gar nicht leisten können, befürchten völlig zu Recht, auf der Strecke zu bleiben. Nicht nur das erforderliche Know-how fehlt, sondern auch die Geräte. Schon heute fühlen sich Millionen Menschen sozial UND digital abgehängt. Das endgültige Auseinanderfallen der Gesellschaft wird bald nicht mehr aufzuhalten sein, wenn nicht endlich entschlossen gegengesteuert wird. Höchste Zeit für die Zivilgesellschaft.

 

Denn Forderungen der großen Sozialverbände nach Hilfsprogrammen für die digitale Teilhabe der Schwächsten werden von der Politik konsequent ignoriert, leere Versprechungen gibt es dafür reichlich. 

ZukunftsCafés für die digitale Gesellschaft

Mit unseren ZukunftsCafés und weiteren Projekten wollen wir dazu beitragen, dass es im angekündigten „Modernisierungsjahrzehnt“ (CDU-Wahlprogramm) möglichst keine Verlierer gibt.

 

Mit einem bundesweiten Netzwerk von kosten- und barrierefreien digitalen Lernorten und Treffpunkten, digitaler Nachbarschaftshilfe mit schneller und kostenloser Hilfe und Beratung bei allen digitalen Problemen, mit kostenlosen Computern und Tablets für finanziell benachteiligte Menschen, und allem anderen, was die Menschen im digitalen Alltag jetzt und in Zukunft beschäftigt.

 

 

„Die Zwanziger Jahre 

können gute Jahre werden!“

Angela Merkel

 

 

In den ZukunftsCafés bieten wir alles auf, um in den Zeiten des digitalen Umbruchs niemanden zurückzulassen. Wir orientieren uns dabei auch am Konzept der Tafeln, die es bis heute ohne staatliche Hilfe schaffen, mit 60.000 freiwilligen Helfern in 950 Tafeln und fast 2.000 Ausgabestellen mehr als 1,6 Millionen Menschen mit gespendeten Lebensmitteln zu versorgen.  Ein beeindruckender und zugleich bedrückender „Erfolg“.

 

Armut auf der einen und extremen Überfluss auf der anderen Seite gibt es ja längst auch bei elektronischen und digitalen Geräten. Dies nutzen wir, um durch die Weiterverwendung von ungenutzten Geräten bedürftigen Menschen mit kostenlosen Geräten die Teilhabe an der digitalen  Gesellschaft zu ermöglichen, und gleichzeitig den gigantischen Berg von Elektroschrott zu verringern, inklusive CO2. Einen Nachweis von Bedürftigkeit, Vorlage eines Rentenbescheids oder Sonstiges braucht es hier nicht.

 

 

 

„Jede Tafel ist ein Seismograph 

für die soziale Situation 

in der Gemeinde!“

Jochen Brühl

 Vorsitzender Tafel Deutschland e.V.

 

 

ZukunftsCafés sollen zunächst überall dort entstehen, wo bereits Tafeln und andere karitative Organisationen den Menschen dabei helfen, finanziell über die Runden zu kommen. Wir starten mit einem Pilotprojekt in Frankfurt (das wird auch unser „Hauptquartier“), und zwei weiteren Standorten in der Wetterau und im Odenwald.

 

Wir freuen uns über alle Nachahmer, Unterstützer, Sponsoren, Promis, Influencer, Freunde... Kurz: Über alle, die Lust auf Zukunft haben und sich eine gerechtere digitale Gesellschaft wünschen.*

Weblinks



* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir auch das generische Maskulinum. Damit sind im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich und immer alle Geschlechter gemeint.